Archiv Melsungen
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Der Wangergraben bei Röhrenfurth

In der Mitte des Weges zwischen Röhrenfurth und Schwarzenberg zieht sich auf der linken Seite eine tiefe Schlucht durch den Kriechenberg - der Wangergraben. Dort "wangert" es jedoch nicht, wie ängstliche Gemüter glauben könnten, die nachts hier der Weg vorüberführt, auch gehen dort keine Geister um.

Vielmehr hat die Bezeichnung ihre natürliche Ursache:
Das ehemalige Schloß zu Schwarzenberg wurde im Jahre 1293 von dem hessischen Landgrafen Heinrich I. zerstört, weil sich die Besitzer der Burg seinen Anordnungen widersetzten. Aus den Trümmern entstand bald eine neue hoch stattlichere Burg, die um 1400 im Besitz eines General von Wanger gewesen sein soll, der sie mit 200 Söldnern besetzt hielt, um räuberische Einfälle abzuwehren. Einst geriet der General in eine Fehde mit mächtigen benachbarten Rittern. Im Kampfe mit ihnen wurde er erschlagen. Die Schlucht zwischen Röhrenfurth und Schwarzenberg, in der er sein Ende fand, heißt daher noch heute "der Wangergraben".

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